Der Donald Trump des Motorsports

MAX MOSLEY 1940 - 2021

 

 

Es gibt nichts Schlimmeres als kriminelle oder auch nur inkompetente Rechtsanwälte. Max Rufus Mosley, Sohn des als Englischer Hitler berüchtigt gewordenen Faschistenführers Oswald Mosley, war für viele seiner Zeitgenossen wohl beides. Das deutsche Nachrichtenmagazin FOCUS bezeichnete ihn als Skandal Tycoon. Die Gründung von MARCH basierte auf einer miesen Intrige der Verräter Mosley,  Herd, Coaker und Rees an Jochen Rindt. Die Art und Weise wie Mosley in der Folge Niki Lauda übers Ohr gehauen und fast in den totalen Ruin getrieben hat, war nur noch durch die Niedertracht zu überbieten, wie er zeitgleich mit Mike Beuttler und seinen Sponsoren Clarke, Mordaunt, Guthrie und Durlacher, allesamt Börsenmakler und mehrheitlich homosexuell, umgegangen ist. Dass über dem Ziegelbau am Eingang von  Bicester`s Industriegebiet stets die Pleitegeier kreiste, wie es Dieter Quester einmal sarkastisch formuliert hatte, musste Mosley später zugeben. Der grosse Machtkampf zwischen FOCA und FISA wurde von Mosley zur ersten grossen internationalen Kampfarena, der beinahe den gesamten Grand Prix Sport ruiniert hätte. In Deutschland übergab Mosley ein Mandat an den Staranwalt Josef Augstein, den Bruder des SPIEGEL-Herausgebers. Auf diesem Niveau hat sich der Winkeladvokat wohl selbst gesehen. Mosley`s Grössenwahn und Regelungswut führten, nunmehr mit dem Engländer als Chef der FIA,  zum Verbot der elektronischen Fahrhilfen; Ratzenberger und Senna starben, aber das vorher benutzte elektronische Fahrwerk hätte wahrscheinlich in Imola das Schlimmste verhindert und beide könnte noch heute leben. Als zu Beginn des Jahrtausends ein an Widerwärtigkeit kaum noch zu überbietender  Sexskandal mit Mosley in dessen Zentrum die Funktionärskarriere definitiv beendete, wurde das von vielen Mitbürgern als Befreiung empfunden.

Klaus Ewald   

 

 

 

 

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